Gärtnerei Strickler
Wildgehölze in über 250 Arten
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Wildgehölze als Lebensraum für Mensch und Tier


Ob Vogelschutz-, Schmetterlings- oder Sichtschutz-Hecke - mit Felsenbirne, Schlehe, Weißdorn oder Eberesche kommen Sie dem Ziel „Natur im Garten“ ein Stück näher. über 250 Wildsträucher-Arten bieten für jede Gartensituation das passende Gehölz mit Blüten für viele Insekten und üppigem Fruchtbehang für die Tierwelt.


Was sind Wildgehölze?

Keine Angst, es handelt sich nicht um wildgewordene Gehölze sondern vielmehr um solche, die in Mitteleuropa heimisch sind. Und unter Gehölzen versteht man generell alle verholzenden ausdauernden Pflanzen, auch Zwerg- und Halbgehölze.

Heimische Wildgehölze reichen vom kleinen Ginster, der nur wenige cm hoch wird (Zwerggehölz) bis zur ausgewachsenen Eiche (Baum). Aber auch Halbgehölze (z.B. Thymian), ausdauernde Kletterpflanzen (Clematis) und alle Rosen gehören dazu (www.wildrosen-historischerosen-gaertnerei.de).

Wildgehölze dürfen sich aber nur solche nennen, die züchterisch nicht verändert wurden. Zwar gibt es auch unter den Wildformen Varietäten mit unterschiedlichen Wuchsformen oder Blütenfarben, diese sind jedoch auf natürlichem Wege, z.B. durch Umweltfaktoren entstanden. Findige Gärtner haben sie entdeckt und zum Verkauf weitervermehrt, ohne jedoch ins Erbgut einzugreifen. Wildgehölze sind immer fertil (keine gefüllten Blüten!), können sich selbst vermehren und bieten der Tierwelt eine Menge Nahrung und Lebensraum.

Wo werden Wildgehölze im Garten gepflanzt?

Gehölze geben der Gartensituation, in der sie eingesetzt werden die Struktur, das Gerüst, den Rahmen. Besonders die Bäume und größeren Sträucher sind für die dritte Dimension im Garten hauptverantwortlich. Sie werden bei einer Neuanlage zuerst gepflanzt und bestimmen fortan die Lichtverhältnisse, das Mikroklima und die Bodenbedingungen. Sind sie noch klein, ist der Effekt kaum spürbar, doch werden sie viele Jahre lang immer größer, was bei der Auswahl und Pflanzung gut bedacht werden muss.

Da man Wildgehölze in der Regel nicht schneidet, muss der Platzbedarf auch in der Breite berücksichtigt werden. Lediglich ältere, sehr große Sträucher, z.B. den Hasel, wird man alle 5 bis 10 Jahre radikal zurückschneiden (auf den Stock setzen), woraufhin er erneut wieder austreibt. Doch auch für kleine Gärten, ja selbst für Dachbegrünungen und Kübel gibt es immer noch genügend Auswahl an klein bleibenden dekorativen Wildgehölzen. Und vergessen Sie nicht die vielen Mauern und Außenwände, die sich mit den heimischen Klettergehölzen begrünen lassen!

Was bieten Wildgehölze?

Für den Menschen bieten sie verschiedene jahreszeitliche Aspekte: Den Laubaustrieb und die Blüte im Frühling, Sichtschutz und Schatten durch dichtes Laub im Sommer, Fruchtbehang und Laubfärbung im Herbst sowie, Aststruktur, Fruchtbehang und schöne Rindenfärbung im Winter.

Für die Tierwelt ist das Angebot mindestens genauso spannend: Viele Hundert Insektenarten sind auf unsere heimischen Gehölze angewiesen, von den Blätter fressenden Falterraupen über die Nektar saugenden Bienen und Hummeln, den saugenden Blattwanzen bis zu den diese verzehrenden Marienkäfer. Die Früchte werden von den heimischen Vögeln verzehrt und um das Laub kümmern sich die vielen Bodenlebewesen und machen daraus wertvollen Humus.

Doch auch Sie können aus vielen Wildobstarten Marmelade, Chutneys, Säfte und Liköre fabrizieren, sollten den Vögeln aber immer noch ein wenig übrig lassen!

Was bedeutet heimisch?

Genauso wie bei den Stauden www.wildstauden-gaertnerei.de verstehen wir darunter alle in Mitteleuropa natürlich vorkommenden Gehölzarten in ihrer Wildform. Durch die Klimaerwärmung wandern aber auch zunehmen Arten ein, die in den letzten Jahrtausenden nur in Süd- und Südosteuropa zuhause waren, wie z.B. Sommerflieder, Gewürzsalbei, Lavendel und Ysop.

Für die Pflanzung in der Natur kann es wichtig sein, nur autochtone (d.h. ursprünglich aus diesem Gebiet stammende) Arten zu verwenden, damit die Ursprungsarten nicht verdrängt oder durch genetische Vermischung verfälscht werden. Für die Pflanzung im Garten ist das i.d.R. nicht entscheidend, denn die Tierwelt ist da nicht so wählerisch. Eine gute Wildpflanzengärtnerei kann Ihnen aber die Herkunft einer jeden Art nachweisen, so dass Sie hier immer auch wirklich eine heimische Wildform bekommen.